DINUK Standards

DINUK - Deutsches Institut für Nachhaltigkeit und Klimaneutralität

Klimaschutz mit DINUK-Zertifizierungen

Das Deutsche Institut für Nachhaltigkeit und Klimaneutralität e.V. (DINUK) ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Entwicklung und Zertifizierung von Nachhaltigkeits- und Klimaneutralitätsstandards für Unternehmen aller Art verschrieben hat. Das Institut operiert ohne Gewinnabsicht und richtet seinen Fokus besonders auf die Einhaltung von sowohl nationalen als auch internationalen Klimaschutzvorgaben. Dazu gehören etablierte Standards und Richtlinien wie DIN ISO 1401, ISO 26000, ISO 50001, ISO 9001, die europäischen Sustainable Development Goals, das Greenhouse-Gasprotocol und die Grundsätze der deutschen Klimaschutz-Strategie.


Die europäischen Sustainable Development Goals

Die „Sustainable Development Goals“ (SDGs) sind eine Reihe von 17 Zielen, die von den Vereinten Nationen festgelegt wurden, um eine bessere und nachhaltigere Zukunft für alle zu schaffen. „Sustainable“ bedeutet so viel wie „nachhaltig“ und „Development“ steht für „Entwicklung“. „Goals“ sind die „Ziele“. Zusammengefasst geht es also um nachhaltige Entwicklungsziele.

Diese 17 Ziele decken verschiedene Bereiche ab, wie z.B. Armut, Hunger, Gesundheit, Bildung, Gleichberechtigung, sauberes Wasser, saubere Energie, Arbeit, Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit in Städten, Klimaschutz, Meeresschutz und vieles mehr. Die Idee ist, dass Länder weltweit zusammenarbeiten, um diese Ziele bis zum Jahr 2030 zu erreichen.

Durch das Erreichen der SDGs soll sichergestellt werden, dass Menschen ein gutes Leben führen können, ohne dabei den Planeten zu schädigen. Es geht darum, Gerechtigkeit, Schutz der Umwelt und Wohlstand für alle zu fördern. Jedes Land, jede Stadt, jede Gemeinde und jeder Einzelne kann einen Beitrag dazu leisten, diese Ziele zu erreichen.


Das Greenhouse-Gasprotocol

Das Greenhouse-Gas-Protocol (GHG-Protokoll) ist ein international anerkanntes Regelwerk, das Unternehmen und Organisationen dabei hilft, ihre Treibhausgasemissionen zu erfassen und zu berichten. Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO₂) tragen zur globalen Erwärmung und zum Klimawandel bei.

Das GHG-Protokoll bietet klare Richtlinien, wie man die verschiedenen Arten von Emissionen messen und berechnen soll. Es teilt die Emissionen in drei verschiedene Kategorien (sogenannte „Scopes“) ein:

  • Scope 1: Direkte Emissionen aus Quellen, die das Unternehmen kontrolliert oder besitzt, wie zum Beispiel die Abgase von Firmenfahrzeugen oder Emissionen aus einer eigenen Heizanlage.

  • Scope 2: Indirekte Emissionen aus der Erzeugung von gekauftem Strom, Wärme oder Dampf, den das Unternehmen nutzt.

  • Scope 3: Andere indirekte Emissionen, die in der Wertschöpfungskette des Unternehmens entstehen, aber nicht direkt vom Unternehmen kontrolliert werden, wie zum Beispiel Emissionen aus der Herstellung und dem Transport von gekauften Materialien, Abfallentsorgung oder Geschäftsreisen.

Durch das GHG-Protokoll können Unternehmen ihre Treibhausgasemissionen genauer verstehen und Strategien entwickeln, um diese zu reduzieren. Das ist sowohl gut für die Umwelt als auch oft wirtschaftlich vorteilhaft, da Energie- und Ressourceneffizienz gesteigert werden können.

Die Grundsätze der deutschen Klimaschutz-Strategie

Die deutsche Klimaschutz-Strategie verfolgt das Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen, die zum Klimawandel beitragen, deutlich zu reduzieren und Deutschland bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu machen. Das bedeutet, dass nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden sollen, als wieder abgebaut werden können. Hier sind die wichtigsten Grundsätze dieser Strategie in einfachen Worten erklärt:

  1. Reduzierung von Treibhausgasen: Deutschland hat sich vorgenommen, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um mindestens 55% im Vergleich zu 1990 zu senken. Langfristig soll eine klimaneutrale Gesellschaft erreicht werden.
  2. Effizienter Umgang mit Energie: Energie soll sparsamer und effizienter eingesetzt werden, zum Beispiel durch bessere Isolation von Gebäuden oder effizientere Produktionsprozesse in der Industrie.
  3. Ausbau erneuerbarer Energien: Der Anteil von erneuerbaren Energien wie Wind-, Sonnen- oder Wasserkraft soll stark erhöht werden, um fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas zu ersetzen.
  4. Förderung nachhaltiger Mobilität: Verkehr soll umweltfreundlicher werden, zum Beispiel durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Förderung von Fahrrad- und Fußverkehr sowie den Einsatz von Elektroautos.
  5. Schutz und Ausbau von Wäldern und natürlichen Lebensräumen: Wälder sollen erhalten und aufgeforstet werden, da sie CO₂ binden können. Auch andere natürliche Lebensräume sollen geschützt und wiederhergestellt werden.
  6. Nachhaltige Landwirtschaft: Die Landwirtschaft soll umweltfreundlicher werden, zum Beispiel durch den reduzierten Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden oder den Anbau von nachhaltigen Produkten.
  7. Förderung von Klimaforschung und -innovation: Wissenschaft und Forschung im Bereich Klimaschutz sollen unterstützt und Innovationen gefördert werden, um neue Lösungen für den Klimaschutz zu finden.
  8. Internationale Zusammenarbeit: Deutschland setzt sich auch auf internationaler Ebene für den Klimaschutz ein, da der Klimawandel ein globales Problem ist und gemeinsame Anstrengungen erfordert.

Diese Grundsätze bilden zusammen die Basis der deutschen Klimaschutz-Strategie, um den Klimawandel zu bekämpfen und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.

Richtlinien der des Deutschen Instituts für Nachhaltigkeit und Klimaneutralität e.V (DINUK):

DINUK entwickelt auf Basis dieser Vorgaben spezifische Parameter für die individuelle Unternehmenszertifizierung, wobei die Zertifizierungen ausschließlich über autorisierte Partner durchgeführt werden, um Neutralität, Transparenz und Unabhängigkeit zu gewährleisten. Diese Partner sind stetig in Schulungen und Weiterbildungen involviert, um Unternehmen optimal auf dem Weg zur Zertifizierung zu unterstützen.

Das Institut wird von erfahrenen Unternehmern aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen geleitet und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Integration von Nachhaltigkeit und Klimaneutralität in die unternehmerische Ausrichtung. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und ohne Vergütung, getrieben von der Überzeugung, dass eine Sensibilisierung für Nachhaltigkeit und Klimaneutralität in allen Wirtschaftsbereichen unerlässlich ist. DINUK bietet Unterstützung bei der Entwicklung von Maßnahmen, um Unternehmen auf dem Weg zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Zukunft zu begleiten.